Der europäische Autokonzern Stellantis kann laut Berichten nicht die geplante E-Auto-Produktion erreichen, weil der Batterie-Nachschub von ACC stockt. Die Automotive Cells Company ist ein Gemeinschaftsunternehmen von Mercedes-Benz und dem französischen Energiekonzern TotalEnergies über dessen Tochter Saft.
Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet unter Berufung auf informierte Kreise, dass die Probleme bei der Batterie-Versorgung aus der französischen Zellfabrik „Verzögerungen bei einigen Elektromodellen“ zur Folge hätten. ACC könne derzeit nur etwa 1000 Stromer pro Monat mit den Batterien ausstatten, was weit unter dem ursprünglichen Ziel liege. Ein Team von Experten aus China solle jetzt die Produktion ankurbeln und hohe Ausschussraten vermeiden.
„Der Hochlauf gestaltet sich schwierig, aber wir lernen täglich dazu und tun unser Möglichstes, um unsere Kunden bestmöglich zu betreuen“, erklärte ACC-Generalsekretär Matthieu Hubert auf Anfrage von Bloomberg. Stellantis selbst hat auf eine Bloomberg-Anfrage nicht reagiert. Der Konzern mit bekannten Automarken wie Citroen, Opel, Peugeot und Fiat ist bislang der einzige Abnehmer von ACC.
Stellantis setzt die Batteriezellen aus der ACC-Fabrik in Douvrin unter anderem in E-Autos auf Basis der Konzernplattform STLA Medium ein, etwa in den Peugeot-Baureihen E-3008 und E-5008. Auch auch die Plattform-Schwestermodelle Opel Grandland Electric und der DS N°8 setzen auf ACC-Akkus. Bei den E-Autos mit ACC-Zellen schreibt Bloomberg von Lieferverzögerungen von bis zu acht Monaten.
Seine Pläne für den Bau von Großfabriken in Deutschland und Italien hat ACC in diesem Jahr endgültig aufgegeben. Das Management der Firma mit Stellantis als Hauptinvestor hat die Arbeitnehmervertreter darüber informiert, dass die Projekte in Kaiserslautern und im italienischen Termoli „definitiv zu den Akten gelegt“ wurden. Hintergrund der Entscheidung ist die gedämpfte Nachfrage nach Elektroautos in Europa.
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