Das Gemeinschaftsunternehmen für Elektroauto-Batteriezellen ACC (Automotive Cells Company) hat seine Pläne für den Bau von Großfabriken in Deutschland und Italien endgültig aufgegeben. Das Management der Firma, an der neben Hauptinvestor Stellantis auch Mercedes-Benz und TotalEnergies beteiligt sind, habe die Arbeitnehmervertreter darüber informiert, dass die Projekte in Kaiserslautern und im italienischen Termoli „definitiv zu den Akten gelegt“ wurden.
Das teilte die italienische Metallarbeitergewerkschaft UILM mit. ACC bestätigte in einer eigenen Mitteilung, dass die Voraussetzungen für einen Neustart der seit Mai 2024 ruhenden Vorhaben voraussichtlich nicht erfüllt würden. Man habe einen „konstruktiven Dialog“ mit den Betriebsräten in Deutschland und den Gewerkschaften in Italien über eine Einstellung der Projekte begonnen.
Hintergrund der Entscheidung ist die schwächelnde Nachfrage nach Elektroautos in Europa. Eigentlich sollten auf dem Kontinent drei Fabriken hochgezogen werden. Das erste ACC-Werk ist in Frankreich entstanden und produziert bereits. Die Erweiterungspläne für Deutschland und Italien waren angesichts der Marktlage bereits im vergangenen Jahr auf Eis gelegt worden.
Die Gewerkschaft UILM forderte nun „klare und kohärente industrielle Entscheidungen“ als Ausgleich für die geplatzten Pläne. Stellantis habe zwar zuvor die Produktion von Getrieben und Motoren in Termoli in Aussicht gestellt, aber keine operativen Details genannt.
Zuvor hatte Stellantis mitgeteilt, im zurückliegenden Jahr wegen kostspieliger Umbauten bei der Elektro-Stratege große Verluste verbucht zu haben und keine Dividende zahlen zu wollen. Der Konzern mit bekannten Marken wie Citroën, Peugeot, Opel und Fiat hat Abschreibungen in Höhe von rund 22,2 Milliarden Euro verbucht und angekündigt, seine Pläne für die Entwicklung von Elektrofahrzeugen deutlich zurückzufahren.
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