Der bayerische Ladeparkbetreiber Citywatt erweitert sein öffentliches Schnellladenetz um die Plug&Charge-Funktionalität. An mehr als 50 High-Power-Charging-Standorten (HPC) ermöglicht man damit künftig das automatisierte Gleichstrom-Laden (DC) ohne RFID-Karte, App oder manuelle Autorisierung – vorausgesetzt, im Fahrzeug ist ein entsprechender e-Mobilitätsvertrag hinterlegt.
Für Elektroauto-Fahrer bedeutet Plug&Charge einen deutlich vereinfachten Ladevorgang: Einfach einstecken genügt. Authentifizierung und Abrechnung erfolgen automatisch über den hinterlegten Vertragspartner.
Plug&Charge basiert auf einem internationalen ISO-Standard, der eine zertifikatsbasierte Authentifizierung zwischen E-Auto und Ladesäule ermöglicht. Die Identifikation erfolgt über Fahrzeugzertifikate, die Abrechnung wird über den hinterlegten E-Mobilitätsvertrag des Nutzers abgewickelt. Die Kommunikation ist verschlüsselt. Die Technologie wird zunehmend von Fahrzeugherstellern wie Mercedes-Benz, Porsche, Audi, BMW oder Ford implementiert und von Ladeinfrastrukturbetreibern sowie Roaming-Plattformen in Europa ausgerollt.
Citywatt hat nun Plug&Charge in seinen HPC-Ladeparks implementiert und über Roaming-Systeme angebunden. Damit ist das automatisierte Laden für alle Fahrer möglich, die einen kompatiblen Tarif bei ihrem E-Mobilitätsanbieter hinterlegt haben.
„Plug & Charge ist ein wichtiger Schritt hin zu einem nahtlosen Ladeerlebnis, das den Alltag von Elektrofahrern spürbar vereinfacht – es macht Laden noch einfacher als Tanken: einstecken, laden, weiterfahren“, so Harald Praml, Gründer und CEO von Citywatt: „Wir sehen interoperables, automatisiertes Laden als zentralen Baustein für den Durchbruch der Elektromobilität im Massenmarkt und investieren gezielt in Technologien, die den Nutzer in den Mittelpunkt stellen.“
Citywatt plant, die Plug&Charge-Funktionalität schrittweise auf weitere Wechselstrom-Ladepunkte (AC) auszuweiten und die Interoperabilität mit Autoherstellern, E-Mobilitätsanbietern und Roaming-Plattformen weiter auszubauen. „Ziel ist es, den Zugang zu öffentlicher Ladeinfrastruktur weiter zu vereinfachen und Elektromobilität im Alltag noch nahtloser nutzbar zu machen“, heißt es.
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