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Porsche schließt Verkauf seiner Anteile an Bugatti Rimac und Rimac Group ab

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Porsche treibt die Fokussierung auf das Kerngeschäft voran. Nach Genehmigung durch die Behörden hat der Sportwagenhersteller nun den Verkauf seiner Anteile an Bugatti Rimac und an der Rimac Group vollzogen. Die entsprechenden Verträge hatten Porsche und das Erwerber-Konsortium bereits im April 2026 unterzeichnet.

Dem Porsche-Konzern fließen durch den Verkauf Mittel in Höhe von rund einer Milliarde Euro zu. Aus dem Erlös verwendet die Volkswagentochter 250 Millionen Euro für eine weitere Ausfinanzierung ihrer Pensionsverpflichtungen. Laut den Angaben aus dem April hat Porsche seine Anteile an Bugatti Rimac und an der Rimac Group an ein Erwerber-Konsortium unter der Führung von HOF Capital, einer in New York ansässigen Investmentfirma verkauft.

Porsche und die Rimac Group haben das Joint Venture Bugatti Rimac im Jahr 2021 gegründet, als Heimat für die Luxus-Automarke Bugatti. An diesem Gemeinschaftsunternehmen hielt Porsche eine Minderheitsbeteiligung in Höhe von 45 Prozent, die Rimac Group besaß 55 Prozent der Anteile. Porsche hielt außerdem einen Anteil von 20,6 Prozent an der Rimac Group. Jetzt hat Porsche seine Beteiligungen an Bugatti Rimac und der Rimac Group vollständig an das von HOF Capital geführte Konsortium verkauft. Zu diesem gehören BlueFive Capital als größter Investor sowie eine Gruppe institutioneller Investoren aus den USA und der EU.

Nach dem Vollzug der Transaktion plant die Rimac Group, die Kontrolle über Bugatti Rimac zu übernehmen und eine strategische Partnerschaft mit HOF Capital und BlueFive Capital einzugehen, um das weitere Wachstum zu unterstützen. HOF Capital wird neben Mate Rimac, dem Gründer von Rimac und CEO von Bugatti Rimac, der größte Gesellschafter der Rimac Group werden.

„Mit der Gründung des Joint Ventures Bugatti Rimac zusammen mit der Rimac Group haben wir erfolgreich den Grundstein für Bugattis Zukunft gelegt. Und als Frühphaseninvestor der Rimac Group hat Porsche einen bedeutenden Beitrag zur Entwicklung von Rimac Technology zu einem etablierten Tier-1-Automobiltechnologieunternehmen geleistet“, so Porsche-Chef Michael Leiters im April. „Mit dem Verkauf unseres Anteils zeigen wir, dass wir Porsche auf das Kerngeschäft konzentrieren werden. Wir danken Mate Rimac und seinem Team für die konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren.“

Als Mate Rimac, ein noch keine 40 Jahre alter Pionier der E-Mobilität, die Leitung von Bugatti übernahm, erwarteten viele einen Wandel: weg vom Verbrenner hin zum Elektroauto. „Alle Kunden dachten, dass Bugatti unter meiner Führung komplett elektrisch und digital wird“, sagte der Kroate im letzten Jahr. „Und sie bekamen genau das Gegenteil.“ Der CEO von Bugatti Rimac machte klar: Reine E-Fahrzeuge wird es bei Bugatti auf absehbare Zeit nicht geben.

Stattdessen setzt Bugatti auf Hybridantriebe. „Wir haben keinen Plan für einen vollelektrischen Bugatti“, so Rimac. „Ich denke, dass diese Kombination aus einem sehr starken, hochentwickelten Elektroantrieb mit ordentlicher Reichweite und einem sehr emotionalen Verbrennungsmotor genau richtig ist.“ Der neue Tourbillon mit Plug-in-Hybridantrieb ist der erste elektrifizierte Supersportwagen von Bugatti.

Automobile Magazine-Germany

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