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Neue A110 soll zeigen, wie sportlich ein Elektro-Alpine sein kann

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Alpine-CEO Philippe Krief will die Renault-Tochter wieder stärker auf sportliche Agilität ausrichten und sieht die neue vollelektrische A110 als zentralen Schritt. Der dieses Jahr gezeigte A110-Future-Prototyp (Artikelbild) soll sehr niedrig, agil und schnell sein sowie seine Leistung dauerhaft abrufen können, sagte Krief im Gespräch mit dem Portal Edison. Dafür entwickelt Alpine unter anderem eine zweiteilige Batterie, ein 800-Volt-System, Cell-to-Pack-Technologie und spezielle Zellen mit hoher Energiedichte.

Das Torque Vectoring erhält einen geschlossenen Regelkreis mit kontinuierlichem Feedback und soll anhand von Geschwindigkeit, Querbeschleunigung und Lenkwinkel das Fahrzeugverhalten steuern. Die A110 bleibt beim Hinterradantrieb, während die Alpine Performance Platform auch Allradantrieb ermöglicht, der bei anderen Modellen vorgesehen ist.

Für die Standardversion nennt Krief ein Gewicht von ungefähr 1500 Kilogramm, das bei späteren Weiterentwicklungen weiter sinken soll. Die Batterie soll ungefähr 80 kWh groß sein und eine Reichweite von etwa 500 Kilometern ermöglichen. Zugleich wurde der Energiebedarf so ausgelegt, dass das Auto 20 Minuten volle Performance liefern kann. Die neue Generation mit E-Antrieb wird sich laut dem Alpine-Chef sehr gut fahren – „sogar noch besser als das Auto, das wir heute haben“.

„Wir haben nur einen Versuch“

Als wesentliche Merkmale der A110 nennt der Alpine-Chef Design, Agilität und dauerhaft abrufbare Performance. Der Marktstart ist für Ende nächsten Jahres vorgesehen, wobei Krief den Zeitplan der Qualität unterordnet: „Wir haben nur einen Versuch. Und den müssen wir richtig machen.“ Die Architektur könnte auch einen Verbrennungsmotor aufnehmen, aktuell sei dies jedoch nicht geplant. Dafür müssten lediglich die hinteren Crashstrukturen insgesamt um rund 20 Millimeter verschoben werden.

95 Prozent der Komponenten der neuen A110 sollen neu sein, wobei Krief die größte optische Veränderung im Innenraum in Aussicht stellt. Das Alpine-Design soll weiterentwickelt werden, seine charakteristischen Merkmale aber behalten. Das Cockpit wird vollständig neu gestaltet. Für die Nordschleife nennt Alpine ein Ziel von unter sieben Minuten mit Standard-Abstimmung, ohne Aerodynamik-Paket oder Renn-Slicks, wobei jedes Serienauto diese Zeit nach Kriefs Vorstellung drei Runden lang fahren können soll.

Die Modellplanung wurde gegenüber der Ankündigung von 2023 verändert: Bis 2030 sind die neue Generation der A110 als E-Auto, danach ein Cabriolet und anschließend ein 2+2-Sitzer vorgesehen, alle auf derselben Plattform und elektrisch. Ein großes SUV war ursprünglich mit einem Einstieg in den US-Markt verbunden, wurde nach der politischen Veränderung in dem Land jedoch auf Eis gelegt. Alpine will sich zunächst auf die A110 konzentrieren und die Marke anschließend schrittweise in Europa, Asien und schließlich Nordamerika etablieren. Über ein größeres Auto soll danach neu nachgedacht werden. Schon eingeführt wurden der E-Kleinwagen A290 und der Batterie-Crossover A390.

Bei den Stückzahlen sieht Krief Alpine „näher an Ferrari als an Porsche“. Ferrari produziere zwischen 13.000 und 15.000 Autos jährlich, Porsche ungefähr 300.000. Alpine lag im vergangenen Jahr bei rund 10.000 Fahrzeugen und erwartet für 2026 etwas mehr als 18.000. Krief betont zugleich, dass sich die Nähe zu Ferrari nur auf das Volumen beziehe und nicht auf Preis oder Positionierung. Für Letzteres habe Alpine derzeit noch nicht die entsprechende Markenstärke.

Automobile Magazine-Germany

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