MG plant laut Autocar die Markteinführung des elektrischen Kleinwagens Go, einer Serienversion des im Sommer präsentierten Go-Elektrokonzepts (Artikelbild). Das Fahrzeug wird demnach ab dem Jahr 2028 in einem neuen Werk in Spanien produziert. Die chinesische Muttergesellschaft SAIC hatte bereits im Juni Pläne für das erste europäische Werk angekündigt.
Der Go soll im September nächsten Jahres zum Verkauf stehen und basiert auf der E+-Plattform, die auch beim frontgetriebenen Kompaktwagen 4 EV Urban zum Einsatz kommt. Das Design des E-Autos wurde im Londoner Studio von MG entwickelt und orientiert sich an einem retro-futuristischen Stil.
Mit einer Länge von etwa 4,0 Metern soll das Modell mit einem 111 kW (151 PS) starken Motor sowie einer 43-kWh-Batterie mit Lithium-Eisenphosphat-Technologie (LFP) ausgestattet sein. Mehr technische Details sind noch nicht zu berichten.
Die Produktion in Ferrol im Nordwesten Spaniens soll zunächst mit einer jährlichen Kapazität von 70.000 Fahrzeugen beginnen. Das Werk verfügt über eine maximale Kapazität von 120.000 Autos pro Jahr, dem Bericht zufolge könnte später ein zweites Modell hinzukommen. In der Anfangsphase sollen die Fahrzeuge aus komplett zerlegten Bausätzen (Completely Knocked-Down Kits/CKD) aus China montiert werden. Das Werk in Ferrol wir demzufolge zunächst keine Prozesse für das Pressen, Karosseriebau oder Lackierung umfassen.
Die Verlagerung der Produktion nach Spanien dient dazu, den EU-Importzöllen auf in China gefertigte Elektroautos zu entgehen. SAIC sieht sich mit einem Zollsatz von 35,3 Prozent sowie dem Standardzoll von 10 Prozent konfrontiert. Spanien gilt aufgrund niedriger Arbeitskosten und staatlicher Anreize als bevorzugter Standort für chinesische Automobilhersteller.
Automobile Magazine-Germany






