Elektroautobauer Lucid hat die Zusammenarbeit mit dem Restrukturierungsberater AlixPartners abgeschlossen. CEO Silvio Napoli sagte laut Automotive News in einem Bloomberg-Interview, die Beratung sei hinzugezogen worden, während der US-Hersteller in diesem Jahr Einsparungen von 1,4 Milliarden Dollar anstrebe. Napoli arbeitet zugleich an einer operativen Überprüfung des Unternehmens, um das Geschäft zu optimieren, Kosten zu senken und die erfolgreiche Einführung neuer Mittelklasse-Stromer sicherzustellen.
„Es ist eine spannende Zeit, und mit der harten Medizin musste bereits früh begonnen werden“, sagte Napoli. Der Autobauer bewegt sich nach einem turbulenten Jahr 2025 weiterhin in einem schwierigen Umfeld. Dieses war von Produktionsproblemen, Lieferengpässen sowie weitreichenden Veränderungen bei Handels- und E-Fahrzeug-Politik unter der Trump-Regierung geprägt.
Gleichzeitig sind die Ölpreise wegen des anhaltenden Kriegs im Iran gestiegen, was Lucid neue Kunden bringen könnte. Das Unternehmen versucht außerdem, mehr Fahrzeuge an die wachsende globale Robotaxi-Branche zu verkaufen. Napoli, der Anfang dieses Jahres die Führung übernahm, hat bereits umfassende Kostensenkungen, Veränderungen im Management und Entlassungen vorgenommen, während Lucid mit einer verhaltenen Verbrauchernachfrage in den USA konfrontiert ist.
Kürzlich gab Lucid eine Vereinbarung mit dem europäischen Fahrdienstanbieter Bolt bekannt. Demnach sollen mindestens 25.000 autonome Fahrzeuge auf Basis der kommenden Mittelklasse-Plattform von Lucid in europäischen Städten eingesetzt werden. Bereits im April hatte man eine Partnerschaft mit Uber und Nuro angekündigt, um autonome Lucid-Gravity-SUV und kommende mittelgroße E-Autos auf der Uber-Plattform einzusetzen.
Hierzulande bietet Lucid sein Erstlingswerk Air sowie das anschließend eingeführte Luxus-SUV Gravity an. Auch das erste mittelgroße Modell der Marke und möglicherweise weitere Fahrzeuge in diesem Segment mit geteilter Plattform sollen nach Europa kommen.
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