General Motors (GM) hält trotz im Heimatmarkt USA zurückgenommener Bundesvorgaben und Anreize an umfangreichen Investitionen in Elektroautos fest. GM-Präsident Mark Reuss sagte beim Automotive News Congress 2026, der Konzern verfolge dabei eine langfristige Strategie. „Wir sind auf lange Sicht dabei“, sagte der Manager und verwies darauf, dass die Entwicklung bei E-Autos langsamer verlaufen könne.
GM betrachtet die Elektrifizierung weiterhin als Endziel des Unternehmens, obwohl der Markt für Elektroautos deutlich langsamer wächst als von großen Teilen der Branche erwartet. Der Traditionshersteller hat sein früheres Ziel aufgegeben, bis 2035 ausschließlich emissionsfreie leichte Fahrzeuge anzubieten. GM ist nach Tesla der zweitgrößte Verkäufer von Elektroautos in den USA und verbuchte im vergangenen Jahr E-Fahrzeug-bezogene Belastungen von 11 Milliarden Dollar, während der Konzern seine Pläne an den kleiner als erwartet ausgefallenen Markt anpasst.
Kurzfristige Änderungen bei Regulierung, Kraftstoffpreisen oder anderen Faktoren sollen nach Reuss keine größeren Anpassungen an Produkt- und Investitionsplänen auslösen. Häufige Richtungswechsel bei Technologie, Antrieb und regulatorischen Rahmenbedingungen seien nicht der richtige Weg. „Das verbrennt Kapital“, so der Manager.
Bei Investitionsentscheidungen will GM stattdessen berücksichtigen, was Kunden wünschen. Reuss verwies auf neue V8- und Dieselmotoren, die für die Pick-ups Chevrolet Silverado und GMC Sierra vorgesehen sind und bereits seit Jahren entwickelt wurden. Diese langfristigen Investitionen liefen bereits vor der Rücknahme bundesweiter Verbrauchsvorgaben durch die Trump-Regierung und vor dem starken Anstieg der Benzin- und Dieselpreise.
Die Hauptmarken von General Motors sind • Chevrolet, GMC, Buick und Cadillac. Letztere Edelmarke hat mittlerweile auch wieder Deutschland als Markt im Visier. Dabei setzt man bislang exklusiv auf vollelektrische SUV.
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