Der deutsche Pkw-Markt hat 2025 mit einem starken Dezember abgeschlossen. Mit 246.429 Pkw-Neuzulassungen im letzten Monat des Jahres, ein Plus von 9,7 Prozent gegenüber Dezember 2024, kam der Markt auf insgesamt 2,858 Millionen Neuzulassungen. Laut den Analysten von Dataforce trugen ein zusätzlicher Arbeitstag sowie ein ausgeprägter Jahresendspurt in den meisten Vertriebskanälen zu diesem Ergebnis bei.
Besonders auffällig war die Entwicklung im relevanten Flottenmarkt. Entgegen dem negativen Gesamtjahrestrend von -5 Prozent legten die Neuzulassungen im Dezember um 11 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat zu. Auch private Halter steigerten ihre Zulassungen um 10 Prozent, während Hersteller ihre Eigenzulassungen um 15 Prozent erhöhten. Autovermieter verzeichneten sogar ein Plus von 17 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.
Auf das Gesamtjahr gesehen wurde das Marktwachstum vor allem von der Erholung der privaten Nachfrage getragen, die um 5 Prozent zulegte. Hinzu kam ein deutlicher Anstieg der Eigenzulassungen im Fahrzeugbau um 23 Prozent. Der sogenannte Taktikanteil – also Zulassungen auf Fahrzeugbau, -handel und Autovermieter – stieg damit 2025 auf 36 Prozent, nach 35 Prozent im Jahr 2024. Gleichzeitig verlagerte sich der Schwerpunkt innerhalb dieser Zulassungen vom Handel hin zu den Herstellern.
Antriebswende nach Kundengruppen
Bei den Kraftstoffarten hat sich das Wachstum der reinen Batterie-Elektrofahrzeuge (BEV/+63 %) und der Plug-in-Hybride (PHEV/+58 %) im Dezember 2025 noch weiter beschleunigt. In der Gesamtjahresbilanz 2025 kamen 62 Prozent mehr PHEV und 43 Prozent mehr BEV in den Markt.
Der relevante Flottenmarkt blieb mit 207.000 BEV-Neuzulassungen und einem Plus von 38 Prozent der größte Nachfrager und erreichte ein neues Allzeithoch. Noch stärker wuchs die BEV-Nachfrage im Privatmarkt mit 195.000 Fahrzeugen und einem Zuwachs von 43 Prozent. Allerdings liegt dieses Niveau weiterhin unter dem Jahr 2022, als Privatkunden mit Kaufprämie 237.000 BEV erwarben.
Demgegenüber ging der Absatz von Verbrennerfahrzeugen deutlich zurück. Die Neuzulassungen sanken um 11 Prozent auf rund zwei Millionen Pkw. Damit wurden eine halbe Million Fahrzeuge weniger als 2020 und sogar 1,5 Millionen weniger als 2019 zugelassen.
Transportermarkt
Der Transportermarkt beendete das letzte Jahr mit einem Dämpfer: Im Dezember 2025 gingen die Neuzulassungen von leichten Nutzfahrzeugen und Pkw-Utilities um 5,1 Prozent zurück. Das betraf allerdings vor allem die Eigenzulassungen im Fahrzeughandel (-23 %) und die Anschaffungen der Vermieter (-17 %). „Diese Player haben im Dezember 2024 eine größere Anzahl von Diesel- und Benzintransportern zugelassen, unmittelbar vor der Einführung der verschärften Emissionsregeln. Im Vergleich zu dieser Zulassungsspitze fielen die Neuzulassungen nun deutlich ab“, erklärt Dataforce.
Im Relevanten Flottenmarkt (+1,2 %) und bei den Privatzulassungen (+0,8 %) fiel die Dezemberbilanz dagegen positiv aus. Auffällig ist zwar die starke Steigerung von 44 Prozent bei den Herstellerzulassungen, volumenmäßig machen diese jedoch lediglich 4 Prozent des Markts aus.
Über alle 12 Monate kommt der Transportermarkt nun ziemlich genau auf Vorjahresniveau. „Angesichts der Herausforderungen durch Regulierung und wirtschaftlicher Stagnation ist das ein ordentliches Ergebnis“, so die Analysten.
Auch bei den Transportern ist die Antriebswende voll im Gange: Das Neuzulassungsvolumen von E-Transportern ist 2025 nahezu Monat für Monat gestiegen. Im Dezember lag ihr Anteil bei 12 Prozent, über das Gesamtjahr waren 9 Prozent der Transporter vollelektrisch. Etwa zwei Drittel der BEV wurden im Flottenmarkt zugelassen, bei einem Gesamtanteil der Flottenzulassungen von 50 Prozent.
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