Der CEO der Volkswagen-Tochter Seat, Markus Haupt, hat eine Bestandsgarantie für den spanischen Autohersteller abgegeben. Obwohl die neue Marke Cupra deutlich schneller wächst, brauche der Konzern Seat, so Haupt im Gespräch mit Auto Motor und Sport.
„Seat ist fester Bestandteil unserer Strategie und hat eine klare Zukunft“, betonte der Vorstandschef des Autoherstellers. „Wir arbeiten an den Modellen, statten die Händler mit neuen Autos aus und haben einen klaren Zeitplan für das Seat-Portfolio angekündigt: Einführung der Mildhybrid-Modelle des Ibiza und Arona im Jahr 2027, Vollhybrid-Versionen des Leon bis 2028 und Aktualisierungen der Leon-Reihe bis 2029.“
Man investiere also weiterhin in Seat und sehe den Nutzen „für unsere Flexibilität“. Beide Marken, Seat und Cupra, würden gebraucht. „Das Duo ergänzt sich um ein sehr breites Spektrum an Antriebsmöglichkeiten. Das soll uns ausmachen und Erfolg bringen.“
Elektroautos bleiben im Konzern vorerst weiter Cupra vorbehalten. Die Marke Seat wird zum Erreichen der CO2-Vorgaben in den nächsten Jahren auf teilelektrische Modelle setzen. „Wir müssen unsere CO2-Ziele erreichen und die Wünsche unserer Kunden erfüllen – deshalb intensivieren wir unsere Bemühungen im Bereich der Elektrifizierung“, erklärte Ende 2025 Marketingchef Sven Schuwirth. „Ein Vollhybrid neben einem Plug-in-Hybrid ist der Schlüssel zur Marktdurchdringung.“
Langfristig könnten auch Modelle wie der Seat Ibiza vollelektrisch fahren. Sollte der Kleinwagen tatsächlich zum Elektroauto werden, wird das aber noch dauern: Laut Schuwirth ist dies frühestens 2029 eine Option. Aktuell sei das „aus technologischer Sicht einfach nicht bezahlbar. Wir müssen die Zahlungsbereitschaft der Verbraucher berücksichtigen, die unserer Beobachtung nach zurückgeht bei den E-Auto-Verkäufen“.
Bei Cupra geht derweil der Ausbau der E-Auto-Palette weiter. Verfügbar sind aktuell der Kompaktwagen Born sowie der SUV-Crossover Tavascan. Als Nächstes kommt in diesem Jahr mit dem Raval ein sportlicher Elektro-Kleinwagen. Am oberen Ende der Modellpalette plant Cupra den futuristischen Crossover Tindaya, der in einigen Jahren auf den Markt kommen soll. Eine Serienversion des Sportwagens DarkRebel ist weiter offen.
Automobile Magazine-Germany


























