Der Verband der europäischen Autohersteller ACEA hat einen neuen Bericht zum Fahrzeugbestand eröffentlicht. Demnach waren 2024 auf den Straßen der EU rund 256 Millionen Pkw unterwegs, ein Plus von 1,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die höchste Pkw-Dichte pro 1.000 Einwohner weist Italien auf, die niedrigste Lettland.
Der Anteil elektrisch aufladbarer Pkw (rein elektrisch + Plug-in-Hybride) stieg im Jahresvergleich von 3 auf 3,7 Prozent. 2024 waren in der EU zu 49,2 Prozent Benziner zugelassen, zu 38,4 Prozent Diesel, zu 2,3 Prozent reine Batterie-Elektrofahrzeuge (BEV), zu 1,4 Prozent Plug-in-Hybride (PHEV), zu 5 Prozent Hybride, zu 2,7 Prozent Pkw mit Flüssiggas (LPG).Die weiteren Antriebsarten sind vernachlässigbar. Deutschland kam auf 88,3 Prozent Verbrenner-Anteil (Benziner + Diesel) und 3,3 Prozent Vollstromer.
Die Zahl der leichten Nutzfahrzeuge lag bei etwa 31,1 Millionen und nahm um 1,9 Prozent zu. Elektrisch aufladbare Modelle machten hier 1,3 Prozent aus, rein elektrische Fahrzeuge 1,3 Prozent. Gleichzeitig waren rund 6,2 Millionen Lkw in der EU zugelassen, ein Anstieg um 0,9 Prozent. Der Anteil elektrisch aufladbarer Lkw lag bei 0,3 Prozent (0,3 % BEV, 0 % PHEV).
Auch der Busbestand wuchs: Etwa 700.000 Busse waren 2024 auf EU-Straßen unterwegs, 1,8 Prozent mehr als im Vorjahr. 3,5 Prozent davon waren elektrisch aufladbar, 3,1 Prozent waren rein elektrisch. In vier Ländern – Dänemark, Luxemburg, den Niederlanden und Schweden – machten batterieelektrische Busse bereits mehr als 10 Prozent des Bestands aus.
Der Bericht macht laut dem ACEA deutlich, dass gesetzliche Vorgaben allein nicht ausreichen, um den Straßenverkehr zu dekarbonisieren. Der Verband plädiert für einen „pragmatischen, realisierbaren Pfad“ für due Autoindustrie. „Das Ökosystem muss für Kunden attraktiver werden, und der derzeitige Rechtsrahmen sollte überarbeitet werden, um umfassendere Rahmenbedingungen zu schaffen, beispielsweise in Bezug auf Ladeinfrastruktur, Kaufanreize und Steuervergünstigungen, damit die Nachfrage nach neuen Modellen angekurbelt wird und die Fahrzeuge auf Europas Straßen durch die saubersten und umweltfreundlichsten Modelle ersetzt werden.“
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