Die Pkw-Inlandsproduktion lag 2025 leicht über dem Vorjahresniveau: Es rollten im vergangenen Jahr 4,15 Millionen Pkw (+2 %) von den inländischen Fertigungsbändern. Damit lag die inländische Pkw-Produktion das dritte Jahr in Folge auf dem ungefähr gleichen Niveau. Das Vorkrisenniveau blieb weiterhin deutlich unterschritten: Die Produktion im zurückliegenden Jahr lag um 11 Prozent unter dem Wert des letzten Vor-Corona-Jahres 2019.
Im Monat Dezember wurden hierzulande 263.500 Pkw produziert. Im Vergleich zum Vorjahresmonat entspricht das einem Zuwachs von 17 Prozent. Zur Einordnung allerdings: Der Vorjahresmonat war äußerst schwach und bot den niedrigsten Dezemberwert seit der Wiedervereinigung. Zudem hatte der Dezember 2025 einen Arbeitstag mehr als der Dezember 2024.
Produktion von E-Pkw
Es liegen nun auch die detaillierten Produktionsdaten (Aufschlüsselung nach Antriebsarten) für den Monat November vor. Sie zeigen: In diesem Monat wurden 162.500 Elektro-Pkw gefertigt, 5 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Dabei rollten 121.500 rein batterieelektrische Pkw (BEV) von den Produktionsbändern und 41.000 Plug-in-Hybride (PHEV). Damit wurden insgesamt in den ersten elf Monaten des Jahres 2025 knapp 1,56 Millionen Elektro-Pkw in Deutschland hergestellt. Dies sind bereits jetzt – ohne den Monat Dezember – über 200.000 Einheiten mehr als im kompletten Jahr 2024, das bisher das Rekordjahr bei der Produktion von Elektro-Pkw darstellte.
VDA-Präsidentin Hildegard Müller: „Die deutsche Autoindustrie macht bei der E-Mobilität weiter Tempo und Deutschland festigt seinen Platz als weltweit zweitgrößter Produktionsstandort für E-Autos. Jetzt ist es entscheidend, dass die Politik die Rahmenbedingungen für die E-Mobilität weiter verbessert. Insbesondere braucht es mehr Lademöglichkeiten für E-Pkw und E-Nutzfahrzeuge, einen konsequenten Stromnetzausbau, günstigeren Ladestrom und einen verbesserten Zugang zu transformationskritischen Rohstoffen.“
Mit Blick auf den Export gilt: Im Gesamtjahr 2025 erreichten die Pkw-Ausfuhren mit insgesamt 3,17 Millionen Einheiten nahezu das Vorjahresniveau. Das Vorkrisenniveau 2019 aber wird weiterhin deutlich unterschritten: Das Delta zum Vorkrisenniveau beträgt 9 Prozent. Im vergangenen Monat Dezember übertraf der Export mit 217.900 Einheiten den Vorjahresmonat um 6 Prozent.
Die Auftragseingänge aus dem Inland gaben im Dezember um 11 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat nach. Hintergrund ist vor allem die schwache gesamtwirtschaftliche Lage. Die Bestellungen aus dem Ausland lagen um 8 Prozent unter dem Vorjahreswert. Insgesamt – die Eingänge aus dem Inland sowie dem Ausland zusammengenommen – wurden damit im Dezember 2025 gut 8 Prozent weniger Order registriert als im Dezember 2024. Im Gesamtjahr 2025 lagen die gesamten Auftragseingänge gut 2 Prozent unter dem Wert des Vorjahres.
Die Aussichten
Für die Pkw-Inlandsproduktion im Jahr 2026 erwartet der VDA einen leichten Rückgang um 1 Prozent auf 4,11 Millionen Einheiten. Weiter positiv soll sich aber die inländische Fertigung von Elektro-Pkw entwickeln. Beim Pkw-Export deutscher Hersteller aus deutschen Werken wird für 2026 insgesamt ein leichter Rückgang um 1 Prozent auf 3,14 Millionen Fahrzeuge prognostiziert. Die Auslandsproduktion deutscher Konzernmarken dürfte um 1 Prozent auf 9,2 Millionen Fahrzeuge steigen.
Bei den Pkw-Neuzulassungen geht der VDA für 2026 weiterhin von einem moderaten Plus von knapp 2 Prozent auf 2,90 Millionen Neuzulassungen aus. Der deutsche Pkw-Markt wird sich im Jahr 2026 damit nicht wesentlich erholen. Grund ist unter anderem die gesamtwirtschaftliche Schwäche.
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