Mazda verschiebt laut Berichten den Start seines ersten eigenständig entwickelten Elektroautos um mindestens zwei Jahre auf frühestens 2029. Stattdessen will der Hersteller den Fokus vorerst auf Hybridmodelle legen. Hintergrund sind veränderte regulatorische Rahmenbedingungen und Förderpolitiken in den USA und Europa, die den Markt für reine Stromer zuletzt gebremst haben.
Der japanische Autobauer gilt als Nachzügler bei Elektroautos. Nach Berichten sollte das erste dedizierte E-Auto ursprünglich 2027 auf den Markt kommen. In den vergangenen Monaten habe Mazda diese Planung jedoch zunehmend infrage gestellt, ausgelöst durch Unsicherheiten infolge von Zöllen sowie den Abbau von Kaufanreizen und Emissionsvorgaben. Das Unternehmen wolle deshalb den Start seiner intern entwickelten E-Autos aufschieben und stattdessen stärker auf Hybridantriebe setzen.
Ein Sprecher von Mazda erklärte gegenüber Automotive News: „Diese Informationen wurden von unserem Unternehmen nicht veröffentlicht.“ Man arbeite weiterhin an der technologischen Entwicklung eigener batterieelektrischer Fahrzeuge und werde den Zeitpunkt der Markteinführung unter Berücksichtigung regulatorischer Trends und veränderter Kundenbedürfnisse festlegen. „Mazda hört immer auf die Stimme des Marktes“, sagte Konzernchef Masahiro Moro im November.
Ursprünglich hatte Mazda Automotive News zufolge erwartet, dass Elektroautos 2030 einen Anteil von 25 bis 40 Prozent am weltweiten Absatz ausmachen würden. Moro rechne inzwischen mit höchstens 25 Prozent, da sich insbesondere die US-Energie- und Umweltpolitik deutlich verändert hat. Viele Hersteller hätten Investitionen zurückgefahren, Regierungen ihre Infrastruktur-Budgets gekürzt.
Derzeit verkauft Mazda zwar modernere Elektroautos wie das SUV CX-6e und die Limousine Mazda6e, diese entstehen jedoch in Kooperation mit dem chinesischen Partner Changan Automobile. Die geplante Fertigung eigener Vollstromer im japanischen Hofu-Werk für Exportmärkte wurde zusätzlich durch die im vergangenen Jahr eingeführten US-Zölle unter Präsident Donald Trump erschwert.
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