Lawrence Hamilton, Europa-Chef von Lucid, zeigt sich im Gesprch mit dem Portal Autoflotte beim Ausbau der US-Marke in der Region und besonders in Deutschland zuversichtlich. Der Manager begann seine Laufbahn bei Daewoo und arbeitete spter unter anderem fr Mazda Europe, Mitsubishi, Kia in England, Toyota in Saudi-Arabien und Hyundai in Kanada. Vor seinem Wechsel zu Lucid war er Managing Director bei Genesis Europe.
Neben der Oberklasselimousine Air positioniert sich Lucid mit dem mehr als fnf Meter langen SUV Gravity in einem weiteren Segment, in dem etablierte deutsche Premiumhersteller vertreten sind. Hamilton sieht in dem Modell ein Elektroauto mit dem Potenzial, Kunden in Deutschland zu begeistern. Er nennt groe Reichweite, hohe Ladegeschwindigkeit, viel Platz, Vielseitigkeit und eine Performance auf Supersportwagen-Niveau als prgende Merkmale.
First Seven-Seater-Supercar
Als besondere Eigenschaft hebt Hamilton hervor, dass der Gravity sieben Erwachsene bequem unterbringen knne. Fr das Elektro-SUV verwendet Lucid die Bezeichnung First Seven-Seater-Supercar. Zugleich bleibt die Einstiegsversion Touring laut dem Manager unter der Schwelle von 100.000 Euro, sodass der steuerliche Vorteil bei Dienstwagen genutzt werden kann.
Fr Lucid hat Deutschland in Europa eine doppelte strategische Bedeutung. Hamilton: Wir wissen, dass der deutsche Automarkt der anspruchsvollste der Welt ist, besonders im Luxussegment. Der Aufbau einer hohen Reputation hierzulande solle helfen, das Prestige der Marke global zu festigen. Zugleich verweist der Lucid-Manager auf das Volumen, da Deutschland der grte Automarkt Europas sei.
Noch in diesem Jahr will der US-Elektroautobauer die Produktion von drei Mittelklasse-Modellen starten. Ziel ist es nach Angaben Hamiltons, Werte wie Fahrdynamik, Design und Effizienz in eine Klasse mit deutlich hheren Stckzahlen zu bertragen. Konkrete Verkaufszahlen nennt er nicht, betont aber die Erwartung, im Mittelklasse-Segment eine gute Position einzunehmen.
Die mittelgroen Modelle fr Europa sollen im Lucid-Werk in Saudi-Arabien gebaut werden. Hamilton bezeichnet den Standort als das erste vollwertige Automobilwerk, das dort entstanden ist. Bei den beiden ersten Mittelklasse-Fahrzeugen handelt es sich demnach um die Crossover-Modelle Cosmos und Earth.
„Hchste Effizienz, viel Platz und starke Performance“
Das Modell Cosmos richtet sich nach Hamiltons Worten an Kunden, die hchste Effizienz, viel Platz und starke Performance erwarten. Der Earth sei fr Menschen mit einem noch ausgeprgteren Abenteuergeist gedacht und bertrage die typischen Fahreigenschaften und die Effizienz der Marke in ein robusteres Konzept. Zum dritten Modell nennt Hamilton noch keine Details.
Krzlich prsentierte das Unternehmen zudem den Zweisitzer Lunar. Hamilton beschreibt das Fahrzeug als Konzeptwagen, der die Ambitionen von Lucid beim Thema Robotaxi unterstreichen soll. Da Robotaxis nach seiner Einschtzung berwiegend von Einzelpersonen oder Paaren gebucht werden, setze Lucid auf eine kompakte Gre. Einen festen Startpunkt nennt der Manager nicht und verweist auf die laufende Konzeptphase. Im Bereich autonomes Fahren arbeitet Lucid nach Angaben Hamiltons intensiv mit dem Fahrdienstvermittler Uber und dem Technologieunternehmen fr autonomes Fahren Nuro zusammen.
Fr Europa und Deutschland bis zum Ende der Dekade formuliert Hamilton ambitionierte, seiner Meinung nach aber realistische Ziele bei Verkufen und Marktanteilen, ohne Zahlen zu nennen. Einen negativen Einfluss der aktuellen politischen Lage auf die globale Situation sieht er nicht.
Mit Blick auf auslndische Premiummarken, die sich in Europa schwertun, sagt Lucius Europa-Chef: Alle bisherigen Premium-Modelle im E-Auto-Business kommen von traditionellen Herstellern. Wir sind ein Player, der auf einem weien Blatt Papier beginnen konnte, kompromisslos. Lucid verfge heute ber die fortschrittlichsten Technologien auf dem Elektroantriebs- und Batteriesektor. Das wird sich herumsprechen und unser Markenimage weiter festigen.
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