Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) begrüßt, dass die Bundesregierung ab 2026 Kauf und Leasing von E-Pkw für Privatpersonen mit einem Schwerpunkt auf die soziale Ausrichtung fördert. Dies könne insbesondere den Absatz kleiner E-Fahrzeuge für den Massenmarkt unterstützen. Die Ladeinfrastruktur ist laut dem Energieverband derzeit mehr als ausreichend.
„Der Fokus auf einen höheren Absatz von Elektrofahrzeugen kommt zum richtigen Zeitpunkt: Die Energiebranche hat den Ladeausbau auch in 2025 massiv vorangetrieben, so dass deutschlandweit inzwischen über 200.000 öffentliche Ladepunkte bereitstehen. Dies entspricht einer Ladeleistung von deutlich über 9 Gigawatt“, so Kerstin Andreae, Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung.
Insbesondere der Ausbau von Schnell- und Ultraschnellladern ab 150 kW habe stark zugenommen. Gleichzeitig liege die durchschnittliche Auslastung öffentlicher Ladepunkte weiterhin bei nur rund 15 Prozent. Das zeigt laut Andreae: „Wir haben derzeit kein Angebots-, sondern ein Nachfragethema.“
Mit Blick auf einen stabilen Hochlauf für die Elektromobilität sei es daher notwendig, die Förderkulisse in Richtung einer nachhaltigen, dauerhaften Rahmensetzung weiterzuentwickeln. „Wir brauchen eine Elektromobilitätspolitik aus einem Guss, die konsequent auf Steuervorteile setzt. Unsere Nachbarländer haben vorgemacht, dass sich dieses Instrument bewährt hat“, sagt die BDEW-Vorsitzende.
Das Programm der Bundesregierung könne auch dem Elektromobilitätstrend in Deutschland noch mehr Schwung geben. Grundsätzlich brauche es jedoch eine zielgerichtete und vorausschauende Elektromobilitätsstrategie. Die Aufweichung der Flottengrenzwertregulierung und ähnliche Negativdiskussionen stünden dem entgegen. „Die Bundesregierung muss sich daher in Europa für eine faire Paketlösung für die Elektromobilität einsetzen“, fordert der BDEW.
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