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Ford-Boss Farley setzt auf Qualität und neue Elektroauto-Plattform

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Ford-Chef Jim Farley hält den jüngsten Qualitätsfortschritt des US-Autobauers für dauerhaft. Seit seinem Wechsel von Toyota zu Ford im Jahr 2007 habe er mehrfach erlebt, dass Qualitätsverbesserungen wieder an Bedeutung verloren. „Ich habe gesehen, wie Ford sich viermal in Qualität verliebt und wieder davon abgewandt hat“, so Farley laut Automotive News, nachdem Ford in der US Initial Quality Study 2026 von JD Power zur besten Volumenmarke aufgestiegen war.

Der Manager sieht in dem Traditionskonzern auf keiner Ebene Zufriedenheit mit dem erreichten Ergebnis. Prüfstände liefen rund um die Uhr und würden sämtliche aktuellen sowie für die kommenden Jahre geplanten Antriebe bis zum Ausfall testen. Für den Qualitätswandel seien zudem ein umfassender Kulturwechsel mit mehr Verantwortlichkeit, Kostenkontrolle und Gehör für Experten sowie viele neue Mitarbeiter, „Lean Manufacturing“ und eine starke Konzentration auf Details erforderlich gewesen.

Mit Blick auf einen möglichen Eintritt chinesischer Autobauer in den US-Markt fordert Farley einen vorsichtigen Umgang, der Wettbewerb nicht abschottet und zugleich faire Bedingungen schafft. Er warnt hier ausdrücklich, dass es den USA sonst wie Europa ergehen könnte.

Fords Antwort auf kostengünstige und technologisch umfangreich ausgestattete Fahrzeuge aus China ist die „Universal Electric Vehicle Plattform“ (UEV). Auf ihr sollen mehrere Modelle entstehen, beginnend 2027 mit dem 30.000 Dollar vor Steuern (ca. 26.600 Euro) teuren Pickup Fathom. Für die neue Plattform verändert Ford auch die Fahrzeugproduktion und holt die Fertigung mehrerer Komponenten ins eigene Unternehmen, um Kosten zu sparen.

Farley erwartete bei einem Elektroauto vom chinesischen Hersteller BYD einen Kostenvorteil von 20 Prozent gegenüber der Batterie des Fathom. Deshalb änderte sein Team die Konstruktion von Getrieben, Invertern und Motoren, wodurch eine kleinere Batterie als bei BYD möglich wurde. Der Start 2027 der neuen E-Auto-Plattform bleibe anspruchsvoll: „Wir haben die Massenproduktion von UEV noch nicht geschafft“, sagte Farley. Er verwies auf die Herausforderung, die Plattform in großer Stückzahl zu den geplanten Kosten und rechtzeitig einzuführen.

Automobile Magazine-Germany

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