Die Renault Group hat im dritten Quartal 2026 deutlich mehr Elektroautos verkauft, während der weltweite Gesamtabsatz zurückging. Nach den jüngsten Unternehmenszahlen stiegen die Verkäufe rein batterieelektrischer Fahrzeuge gegenüber dem Vorjahresquartal um 84,7 Prozent. Ihr Anteil am Pkw-Absatz des Konzerns erhöhte sich um 12,2 Prozentpunkte auf 25,8 Prozent. Insgesamt verkauften die Marken Renault, Dacia und Alpine weltweit 497.799 Fahrzeuge, sechs Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.
Die Entwicklung verlief zwischen den drei Konzernmarken unterschiedlich. Die Kernmarke Renault setzte weltweit 349.901 Fahrzeuge ab, ein Rückgang um 2,9 Prozent, während die Verkäufe in Europa um 4,6 Prozent zunahmen. Dacia verzeichnete mit 144.175 Fahrzeugen einen Absatzrückgang von 12,8 Prozent, wobei der Hersteller auf den laufenden Modell- und Antriebswechsel sowie die hohe Vergleichsbasis des Vorjahres verweist. Alpine steigerte seine Verkäufe dagegen um 58,4 Prozent auf 3723 Fahrzeuge, unterstützt durch die Nachfrage nach den elektrischen Modellen A290 und A390.
Die Elektrifizierung gewann innerhalb des Konzerns weiter an Bedeutung. In den ersten neun Monaten 2026 stiegen die Verkäufe batterieelektrischer Fahrzeuge der Renault Group um 59,4 Prozent und erreichten einen Anteil von 20,9 Prozent am Pkw-Absatz. Im dritten Quartal entfielen einschließlich Vollhybriden und Plug-in-Hybriden bereits 54,9 Prozent der Pkw-Verkäufe auf elektrifizierte Antriebe. Bei der Marke Renault legte der Elektroauto-Absatz in Europa seit Jahresbeginn um 75,2 Prozent zu.
In Deutschland entwickelte sich das Geschäft der Renault Group in den ersten neun Monaten ebenfalls positiv. Der Konzern meldete für diesen Zeitraum einen Anstieg der Pkw-Verkäufe um 8,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt setzte die Renault Group hierzulande 116.848 Pkw und leichte Nutzfahrzeuge ab, entsprechend einem Marktanteil von 4,8 Prozent. Deutschland war damit nach Frankreich, Italien und Spanien der viertgrößte Absatzmarkt des Konzerns. Europaweit stiegen die Verkäufe der Marke Renault in den ersten neun Monaten um 3,1 Prozent, während Dacia im selben Zeitraum weltweit 9,7 Prozent weniger Fahrzeuge absetzte.
Trotz rückläufiger Fahrzeugverkäufe erhöhte die Renault Group ihren Quartalsumsatz um 1,5 Prozent auf 11,596 Milliarden Euro. Der Umsatz des Automobilgeschäfts blieb mit 9,835 Milliarden Euro nahezu unverändert, während die Finanzdienstleistungssparte Mobilize Financial Services um 11 Prozent auf 1,761 Milliarden Euro zulegte. Im Automobilgeschäft glichen den Angaben zufolge unter anderem ein positiver Modellmix, Preiseffekte und höhere Umsätze mit Geschäftspartnern den negativen Volumeneffekt teilweise aus.
In den ersten neun Monaten setzte die Renault Group weltweit 1.662.222 Fahrzeuge ab, 2,2 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, während der Konzernumsatz um 7,1 Prozent auf 41,848 Milliarden Euro stieg.
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