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Chinesische Autobauer forcieren Fabriken in Europa

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BYD sucht in Europa nach bestehenden Autofabriken, die der chinesische Stromer-Riese kaufen und modernisieren könnte. Nach Angaben des europäischen BYD-Beraters Alfredo Altavilla prüfen auch chinesische Wettbewerber entsprechende Standorte. Bestehende Montagewerke könnten einen deutlich schnelleren Produktionsstart ermöglichen als der Neubau einer Fabrik, sagte er Automotive News.

Für BYD gelten Spanien und Frankreich derzeit als die „am ehesten umsetzbaren“ Optionen, weil die Bedingungen dort Altavilla zufolge deutlich einfacher sind. Entscheidend sei vor allem, wie viel die Modernisierung eines ausgewählten Standorts kosten würde. „Wir müssen jetzt etwas finden, das wir kaufen und mit relativ wenig Geld schnell wiederherstellen können“, so der Manager.

Ein großes BYD-Team erstellt demnach Machbarkeitsstudien für die geprüften Anlagen. Altavilla selbst besucht fortlaufend Fabriken in ganz Europa und berichtete, dabei auch auf Vertreter konkurrierender Unternehmen zu treffen. Chinesische Hersteller haben bereits mehrere Vereinbarungen zur Nutzung europäischer Produktionslinien geschlossen, darunter Leapmotor und Dongfeng mit Stellantis, Geely mit Ford sowie Chery mit einem lokalen Partner.

Die Standortsuche findet statt, während in Brüssel an „Made in Europe“-Regeln gearbeitet wird. Diese noch nicht abgeschlossenen Vorgaben könnten Mindestanteile für lokal produzierte Komponenten bei in der EU verkauften Elektrofahrzeugen festlegen. BYD verfolgt dabei einen anderen Ansatz als die genannten chinesischen Wettbewerber und will eine bestehende Fabrik kaufen, vollständig besitzen und modernisieren.

Im ersten europäischen Pkw-Werk des Unternehmens in Ungarn befindet sich die Produktion derzeit in der Anfangsphase. Den Standort für eine zweite europäische Anlage will BYD nach Altavillas Angaben bis zum Jahresende auswählen. Langfristig benötige das Unternehmen in Europa „drei Montagewerke und ein Batteriewerk“. Neben Spanien und Frankreich prüft BYD weiterhin weitere Länder. Italien sei inzwischen nur noch „Plan B“, weil Stellantis nach Altavillas Angaben nicht bereit sei, dort Werke zu verkaufen.

Automobile Magazine-Germany

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