Volkswagen-Chef Oliver Blume hat anlsslich des Produktionsstarts des vollelektrischen ID. Polo in Martorell fr eine strkere europische Interessenpolitik pldiert. Er forderte strengere Regeln fr auslndische Automobilhersteller, die auf dem europischen Markt agieren. Als Protektionismus will der deutsche Manager seine uerungen aber nicht verstanden wissen.
Ziel sei vielmehr ein einheitliches Spielfeld, wobei Unternehmen, die in Europa Geschfte ttigen, auch Investitionen in Montagewerke, Komponentenproduktion und Entwicklungsleistungen erbringen sollten. „Ich denke, wir sollten eher ber eine europische Interessenpolitik reden, wie sie in anderen Regionen der Welt auch verfolgt wird, wird Blume vom Portal T-Online zitiert.
Als konkreten Anlass fr seine aktuellen Forderungen fhrte Blume die Situation bei Hybridfahrzeugen an. Whrend die EU bereits Strafzlle auf Elektroautos aus China erhoben hat, bleiben Teilzeitstromer von diesen Manahmen ausgenommen. Laut dem Volkswagen-Chef werden diese Fahrzeuge in der Volksrepublik zu deutlich geringeren Kosten entwickelt und produziert, was den Wettbewerb mit europischen Modellen erschwere.
Um bei E-Autos wettbewerbsfhiger mit den nach Europa drngenden China-Marken zu werden, treibt Volkswagen die Produktion von erschwinglichen kleinen Modellen seiner Volumenmarken voran. Die Federfhrung liegt bei Seat/Cupra, gebaut werden die von der Kernmarke VW, Cupra und Skoda angebotenen neuen Modelle in Spanien. Der Konzern spart durch die Bndelung eigenen Angaben zufolge insgesamt 600 Millionen Euro.
Branchenexperte Constantin Gall von der Unternehmensberatung EY schtzt laut T-Online, dass vor allem auslndische Hersteller von der aktuellen Entwicklung profitieren, da sie im niedrigeren Preissegment strker vertreten sind. Volkswagen verweist auf einen konzernweiten Marktanteil bei Elektroautos von 27 Prozent. Dieser reiche jedoch nicht aus, um Strafzahlungen aufgrund der EU-CO2-Flottengrenzwerte zu vermeiden.
Der Absatz von E-Autos wurde zuletzt durch hohe Spritpreise infolge des Iran-Kriegs sowie staatliche Frderungen in Deutschland und Europa begnstigt. In Deutschland macht der Anteil der Vollstromer am Neuwagenmarkt mittlerweile rund ein Viertel aus, in der EU liegt dieser Wert bei etwa einem Fnftel.
Automobile Magazine – Germany
2026-06-08 18:54:00






















