Text: Mehmet TIKNAZ – CoPilot: Alp KÖKSAL
Foto: Özgür SUNAY

Als Team haben wir die Mercedes-Benz EQ-Serie und das EQC-Modell auf unseren Offroad-Strecken getestet. Die Marke, die sich durch ein nahtloses, klares und farbenfrohes Design auszeichnet, unterstreicht die Vorreiterrolle des innovativen Elektroauto-Auftritts und nutzt dabei die Designsprache „Progressive Luxury“. Den Themen Qualität, Sicherheit und Komfort treu bleibend, ist der EQC der Mercedes-Benz unter den Elektroautos und stellt dies mit der Summe seiner Qualitäten deutlich unter Beweis. An Schnellladesäulen kann er nach NEFZ-Norm in 40 Minuten bis zu einer Reichweite von ca. 462 km aufgeladen werden.

Angesichts des sich entwickelnden Marktes für Elektroautos in unserem Land scheint es einen Bedarf an mehr „höherer Kapazität“ und mehr „Schnellladestationen“ zu geben. In unserer Fahrerfahrung erreichten wir eine durchschnittliche Reichweite von 400 km. Wenn Sie eine längere Überlandfahrt planen, ist es von Vorteil, die Ladestationen auf Ihrer Route im Voraus zu ermitteln. Die vom Fahrzeug erzeugte Kraft zaubert Ihnen ein Lächeln ins Gesicht, sobald Sie das Gaspedal betätigen.

Die von insgesamt zwei Elektromotoren, je einem an der Vorder- und Hinterachse, erzeugte Energie ist so hoch wie bei einem reinrassigen Sportwagen: 300 kW (408 PS) Leistung und 760 Nm Drehmoment sorgen dafür, dass der EQC in 5,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigt. Der EQC unterstützt seinen Fahrer mit vier verschiedenen Fahrprogrammen: COMFORT, ECO, SPORT und INDIVIDUAL mit jeweils unterschiedlicher Charakteristik. Den Grad der Energierückgewinnung kann der Fahrer auch über die Schaltwippen hinter dem Lenkrad steuern. Der neue EQC bietet umweltfreundliches Fahren bei nahezu völliger Geräuschlosigkeit und ohne CO2-Emissionen und zeichnet sich durch sein Electric Art-Ausstattungspaket aus.

Mit seinen muskulösen und auffälligen Karosserieproportionen wird er als Crossover-SUV eingestuft. Mit seiner breiten Dachlinie, den schmalen Seitenfenstern mit hohen Schulterlinien und einem coupéhaften Heck, das durch die nach hinten abfallende Dachlinie sichtbar wird, bietet es optisch einen Auftritt zwischen SUV und SUV-Coupé.
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Die Textur der S-Serie, dem Flaggschiff von Mercedes-Benz, lässt sich im EQC sowohl im Innenraum als auch im Gesamtdesign nachvollziehen. Neben dem Fahrassistenzpaket, das das Fahrzeug dabei unterstützt, die Spur und den sicheren Abstand einzuhalten, gehören Funktionen wie intelligente Hightech-MULTIBEAM-LED-Scheinwerfer, Augmented-Reality-Navigation, virtuelle Instrumententafel in der Windschutzscheibe, Burmester®-Surround-Soundsystem, Head-up-Display, Sitze mit Massagefunktion und KEYLESS-GO-Komfortpaket zur Serienausstattung.

Eine der Hauptstärken von MBUX ist sein intelligentes Sprachbefehlssystem, das natürliche Sprache versteht, die durch das Schlüsselwort „Hey Mercedes“ aktiviert wird. Das System kann viele Informations- und Unterhaltungsfunktionen steuern, darunter Navigationszieleingabe, Telefongespräche und Musikauswahl, aber auch zahlreiche Funktionen wie Klimaanlage oder Beleuchtung. Die Lernfähigkeit der eingesetzten künstlichen Intelligenz macht dieses System noch spezieller. Mit seiner Vorhersagefunktion kann MBUX vorhersagen, was der Benutzer zu welchem Zeitpunkt haben möchte. Zum Beispiel; Wenn der Fahrer jede Woche dienstags seine Mutter anruft, wird nun dienstags automatisch die Telefonnummer seiner Mutter auf dem Bildschirm angezeigt. Auch hinsichtlich der passiven Sicherheit erfüllt der EQC höchste Anforderungen. Zusätzlich zum gewohnt umfangreichen Crashtestprogramm wendet Mercedes-Benz höchste Sicherheitsstandards an die Batterie und alle stromführenden Bauteile an. Batteriesicherheit ist einer der Punkte, die bei der Entwicklung von EQC mit größter Sorgfalt behandelt wurden. Eine Schutzanwendung mit hohem Sicherheitsniveau beginnt mit der Positionierung der Hochspannungsbatterie. Die im Fahrzeugboden integrierte Batterie ist von einem speziellen Schutzrahmen mit energieabsorbierenden Eigenschaften umgeben. Der Raum zwischen Rahmen und Akku ist mit speziellem stoßdämpfendem Schutzmaterial gefüllt. Ein an der Vorderseite der Batterie angebrachtes Batteriegehäuse verhindert, dass der Energiespeicher durch Fremdkörper beschädigt wird.

In unserem Offroad-Test haben wir das EQC-Fahrzeug auf einer Strecke getestet, die als anspruchsvoll gelten könnte. Da das Fahrzeug zwar über eine 4Matic-Ausstattung verfügt, die Reifen des Fahrzeugs jedoch überhaupt nicht für den Einsatz im Gelände geeignet sind, konnten unsere Reifen in unserem Test leider nicht an möglichen Crash-Punkten festhalten. Als Testteam, das unser EQC-Fahrzeug zum ersten Mal in dieser Umgebung fuhr, erlebten wir schwierige Momente, wie zum Beispiel, dass wir an einigen Stellen stecken blieben oder den Boden des Fahrzeugs rieben, da die Höhe der Luftfederungen in den (nicht elektrischen) Versionen der Konkurrenz bei diesem EQC-Fahrzeug nicht verstellbar ist. Generell gilt, dass sich dieses Fahrzeug hinsichtlich seiner Offroad-Gene und Geländestruktur zwar völlig unterscheidet, Fakt ist aber auch, dass fast alle dieser neuen Elektro-SUVs nicht gelände- und geländetauglich sind.

Mit diesen Reifen, die in der Regel speziell für elektrische SUV-Fahrzeuge entwickelt wurden, war es uns nicht möglich, im Gelände etwas zu unternehmen. Erstens ist die Struktur der Reifen sehr dünn und die untere Bodenseite hält nicht. Bei schwieriger Steigung, rutschigem Schlamm und felsigen Gebieten kann das Fahrzeug das Drehmoment und die Leistung nicht vollständig auf alle vier Reifen übertragen, da es das Gas abschaltet, ohne das dynamische Traktionskontrollsystem und ESP zu deaktivieren. Da es sich bei der Allrad-Traktionsautomatik 4Matic eigentlich um ein Traktionskontrollsystem handelt, das bei Regen, Eis, rutschigen Straßen, Kurven, aber auch auf asphaltierten Straßen besser funktioniert, erlauben diese Sicherheitsmaßnahmen und Fahrkontrollsysteme leider nicht, das Fahrzeug in solchen Umgebungen, insbesondere im Gelände, standardmäßig zu nutzen. Abgesehen davon können wir sagen, dass das Gefühl und die Spannung, die das Fahrzeug vermittelt, wenn man auf einer normalen Straße auf dem Asphalt Gas gibt, völlig anders ist. Du hast einen wunderschönen Gesichtsausdruck. Die Beschleunigung ist für einen Elektromotor und ein Fahrzeug mit dieser hohen Geschwindigkeit hervorragend. So wie ein Porsche Sie an Ihren Rücken fesselt, schafft es dieses Fahrzeug, dieses Gefühl auf Sie zu übertragen.
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