Die hohen Spritpreise setzen viele Haushalte zunehmend unter Druck. In diesem Zusammenhang geraten auch die Ladetarife fr Elektroautos verstrkt in den Fokus vor allem die Frage, wann es hier zu Preiserhhungen kommen wird. Aus Sicht der EnBW besteht dafr aktuell kein Anlass. Der Energiekonzern ist eigenen Angaben zufolge in Deutschland auch fhrender Anbieter von Schnelllademglichkeiten.
In den vergangenen Tagen ist viel darber spekuliert worden, wie sich die Ladepreise angesichts des Konflikts im Nahen Osten entwickeln, erklrt Martin Roemheld, der die EnBW mobility+ AG & Co KG seit 1. Januar 2026 verantwortet, die aktuelle Diskussion. Die Sorge vor steigenden Kosten fr die individuelle Mobilitt sei absolut nachvollziehbar vllig unabhngig davon, ob jemand bereits elektrisch fahre oder auf Benzin und Diesel angewiesen sei.
Unser Ziel ist es, gerade jetzt Planbarkeit bei den Ladetarifen zu bieten, sagt Roemheld. Seine Botschaft an die Kunden: Wir sehen aktuell keine Notwendigkeit, unsere Preise anzupassen. Wir tun alles dafr, die Ladepreise stabil zu halten.
E-Auto-Fahren lohnt sich finanziell
Auch wenn der Umstieg auf ein Elektroauto fr viele eine groe Entscheidung darstelle, knne er sich finanziell lohnen nicht nur wegen der geplanten E-Auto-Frderung der Bundesregierung, erklrt die EnBW. Auch die Ladekosten leisteten einen Beitrag. Das veranschauliche ein direkter Vergleich: Whrend die jhrlichen Tankkosten fr einen Benziner (2,26 Euro/Liter fr E10) mit einem Verbrauch von 7,7 Liter/100 km oder einen Diesel (2,47 Euro/Liter) mit 7,0 Liter/100 km bei einer durchschnittlichen Fahrleistung von 15.000 Kilometern derzeit bei rund 2600 Euro lgen, biete das elektrische Fahren einen deutlichen Puffer.
Im EnBW mobility+ Ladetarif L (39 Cent pro Kilowattstunde/kWh) belaufen sich die Kosten fr ein E-Auto mit einem Verbrauch von 20 kWh/100 km laut dem Energieversorger bei gleicher Fahrleistung auf etwa 1300 Euro inklusive der monatlichen Grundgebhr von 11,99 Euro. Die Autofahrer\*innen halbieren damit die jhrlichen Kosten fr ihre Fortbewegung und schaffen somit wertvollen Spielraum in der Haushaltskasse, konstatiert Roemheld.
Noch gnstiger sei die Rechnung, wenn die Menschen ihren Hausstrom ber die EnBW beziehen: Dann gebe es auf den L-Ladetarif einen zustzlichen Vorteil und sie zahlten lediglich 35 Cent/kWh (plus 11,99 Euro monatliche Grundgebhr). Zur Einordnung: Laut dem Energieverband BDEW liegt der durchschnittliche Haushaltsstromtarif aktuell bei rund 37 Cent/kWh. Dieser Durchschnittswert dient als Orientierung, zeigt aber vor allem, wie nah unsere Produkte inzwischen am Preisniveau des Heimladens liegen, so Roemheld.
Wer keine monatliche Grundgebhr mchte und stattdessen auf den Ladetarif S mit 56 Cent/kWh setzt, kann ebenfalls gegenber dem fossilen Kraftstoff sparen zwar nicht so viel wie beim L-Tarif, so die EnBW. Dennoch ist die Summe beachtlich, immerhin verbleibt in unserem Rechenbeispiel mit realistischen Werten ein Mehrbetrag von ber 900 im Jahr in der Tasche.
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