BMW hat mit dem i3 REx vor über einem Jahrzehnt Pionierarbeit bei „Range-Extender“-Elektrofahrzeugen geleistet. Der elektrische Kleinwagen nutzt einen Zweizylinder-Benzinmotor aus der Motorrad-Sparte. Dieser treibt nicht wie bei den heute weit verbreiteten Voll- und Plug-in-Hybriden die Räder an, sondern lädt als Generator die Batterie auf und erhöht so die Reichweite.
Der Range-Extender-Antrieb wurde bei BMW bereits vor dem Produktionsende des i3 im Jahr 2022 wieder eingestellt. Während andere Hersteller die Technologie nun wiederbeleben, planen das die Bayern derzeit offiziell nicht.
Joachim Post, Leiter der Forschung und Entwicklung bei dem Konzern, erklärte laut BMW Blog auf der Jahreskonferenz, warum ein Range Extender möglicherweise überflüssig ist. Stromer wie der neue iX3 mit über 800 Kilometern pro Ladung verringerten die „Reichweitenangst“. Und die mit dem SUV eingeführte E-Auto-Plattform „Neue Klasse“ biete 400-kW-Ladeleistung, wodurch sich der Zeitunterschied zum Tanken eines Verbrenners verringere.
„Mit der Neuen Klasse haben wir die sechste Generation unserer Batteriezellen erreicht und damit einen enormen Beitrag zur Reichweite geleistet. Wir sehen hier keinen Grund zur Sorge hinsichtlich der Reichweite“, wird der Entwicklungschef zitiert. Das Unternehmen behalte aber alle Optionen im Blick und prüfe, ob Range Extender in das Portfolio integriert werden sollten. Momentan sei man jedoch auch ohne – insbesondere mit der Neuen Klasse – in einer „sehr guten Position“.
Neben Elektroantrieben setzt BMW dafür künftig auch auf Wasserstofftechnologie. Der neue X5 wird eine Wasserstoff-Brennstoffzellen-Elektro-Variante erhalten, die in Zusammenarbeit mit Toyota entwickelt wurde und 2028 auf den Markt kommen soll. „Wir sind überzeugt, dass dies eine weitere Alternative sein wird, die für den Klimaschutz notwendig sein wird“, so Post. „Wir glauben, dass die Brennstoffzellentechnologie hier einen Beitrag leisten kann.“
Zum Artikel BMW verzichtet auf vorerst auf „Range-Extender“-Comeback auf ecomento.de
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