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„Connected Car Innovation 2026“: China liegt bei Zukunftsfähigkeit vorn

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Volkswagen, Mercedes-Benz und BMW führen das Ranking der Connected-Car-Innovationen für die Jahre 2021 bis 2025 an, bei den Voraussetzungen für künftige Innovationen liegen jedoch andere Hersteller vorn. Das zeigt die Studie „Connected Car Innovation 2026“ des Center of Automotive Management (CAM) in Kooperation mit Cisco.

Während Volkswagen bei den marktreifen Innovationen den ersten Platz belegt, erreicht der Konzern im Ranking zur Connected Car Readiness (CCR) mit 47 Prozent nur Rang 14. BMW ist mit 80 Prozent auf Rang zehn der bestplatzierte deutsche Hersteller, Mercedes-Benz folgt mit 73 Prozent auf Rang zwölf.

Im internationalen Vergleich hat China laut der Auswertung die deutsche Automobilindustrie bei der Connected-Car-Innovationsstärke überholt. Hersteller der Volksrepublik vereinen inzwischen knapp 41 Prozent der globalen Innovationsstärke auf sich, deutsche Unternehmen erreichen 35 Prozent. Besonders in den Bereichen Künstliche Intelligenz, digitale Cockpits, Fahrerassistenzsysteme und Elektrofahrzeug-Ökosysteme weisen chinesische Hersteller eine hohe Innovationsdynamik auf. Deutschland konnte nach einem Rückgang bis 2023 allerdings wieder aufholen und den Abstand zu China im Jahr 2025 weiter verringern.

XPeng und Xiaomi führen bei Zukunftsfähigkeit

Bei der Zukunftsfähigkeit vernetzter Fahrzeuge liegen vor allem softwareorientierte Hersteller an der Spitze. XPeng und Xiaomi führen das CCR-Ranking mit jeweils 97 Prozent an, gefolgt von Tesla, Nio und Li Auto mit jeweils 93 Prozent sowie Rivian und der HIMA-Allianz um Huawei mit jeweils 90 Prozent. Sieben der zehn bestplatzierten Hersteller stammen aus China. Die führenden Unternehmen zeichnen sich durch moderne Softwarearchitekturen, eine hohe KI-Integration, ausgeprägte Kompetenzen bei Over-the-Air-Updates und softwarezentrierte Organisationsstrukturen aus, während Tesla trotz zuletzt deutlich abgeschwächter Innovationsdynamik bei den strukturellen Voraussetzungen weiterhin zur Spitzengruppe zählt.

Die deutschen Premiumhersteller BMW und Mercedes-Benz haben dem CAM zufolge mit neuen Plattformen für softwaredefinierte Fahrzeuge wichtige Voraussetzungen für die weitere Entwicklung geschaffen. BMW setzt dabei auf die Neue Klasse, Mercedes-Benz auf das Betriebssystem MB.OS. „Entscheidend wird nun sein, wie schnell sie diese Architekturen in die Breite ihrer Modellpalette bringen und ihre Organisation konsequent auf Software ausrichten“, sagt CAM-Direktor Stefan Bratzel. Große Volumenhersteller würden dagegen durch komplexe bestehende Strukturen, mehrere parallele Fahrzeugplattformen und organisatorische Trennungen gebremst, die den Übergang zu einheitlichen Softwarearchitekturen und die Einführung neuer Funktionen erschwerten.

Cybersicherheit wird zur Herausforderung für Autoindustrie

Mit der zunehmenden Vernetzung der Fahrzeuge gewinnt auch die Cybersicherheit an Bedeutung. Moderne Autos erfassen über Kameras, Sensoren und Ortungsdaten fortlaufend Informationen, während Hersteller über Over-the-Air-Updates aus der Ferne auf zentrale Fahrzeugfunktionen zugreifen können. CAM-Direktor Bratzel fordert unter anderem transparente Datenflüsse, Datenspeicherung in Europa und unabhängige Softwareprüfungen.

Auch aus Kundensicht spielt die Cybersicherheit eine wichtige Rolle. In einer Untersuchung von CAM und Cisco aus dem Jahr 2024 bezeichneten 77 Prozent der befragten Deutschen die Cybersicherheit im Fahrzeug als wichtiges Thema, um das sich die Hersteller kümmern sollten. 40 Prozent empfanden vernetzte Fahrzeuge mit Software-Updates als Bedrohung. Mercedes-Benz, BMW und Volkswagen genossen bei der Qualität der Cybersicherheit und beim Datenschutz das größte Vertrauen, chinesische Hersteller lagen am Ende der Bewertung.

Für die Studie untersuchte das CAM eigenen Angaben nach mehr als 2500 marktreife Connected-Car-Innovationen von 30 Automobilkonzernen aus den Jahren 2021 bis 2025. Ergänzend wurden die Voraussetzungen für künftige Innovationen bei 20 ausgewählten Herstellern anhand von 57 Einzelfaktoren bewertet. Die Connected Car Readiness berücksichtigt dabei SDV Hard- und Software mit einer Gewichtung von 40 Prozent sowie KI-Integration, Partnernetzwerke und Kultur und Organisation mit jeweils 20 Prozent. Die Untersuchung unterscheidet laut den Autoren zwischen bereits realisierten Innovationen und den technologischen sowie organisatorischen Voraussetzungen, um künftig neue Fahrzeugfunktionen dauerhaft, kostengünstig, flexibel und skalierbar entwickeln zu können.


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