Das „DAT Barometer Mai 2026“ befasst sich mit Pkw-Kaufplanern. Für sie stehen viele Entscheidungen an: Leistbarkeit, Finanzierung, Neu- oder Gebrauchtwagen sowie Verbrenner, teil- oder vollelektrischer Antrieb. „Speziell die letztgenannte Entscheidung ist oft stark davon abhängig, ob eine private Lademöglichkeit vorhanden ist, ob es bezahlbare BEV auf dem Markt gibt und wie sich die Kraftstoffpreise entwickeln. Das treibt die Menschen um – sogar noch mehr als die für Mai angekündigte staatliche Förderprämie“, so die Marktbeobachter der Deutsche Automobil Treuhand (DAT).
Der Markt legte laut der Auswertung in den ersten vier Monaten des Jahres zu. Neuzulassungen stiegen etwas stärker als Besitzumschreibungen. Die Neuzulassungen zeigten ein etwas stärkeres Plus als die Besitzumschreibungen, zahlenmäßig bleibt aber der Gebrauchtwagenmarkt für die große Mehrheit die erste Anlaufstelle.
Bei der Frage Neu- oder Gebrauchtwagen bevorzugen 52 Prozent einen Neuwagen, 34 Prozent würden einen Gebrauchten wählen. Für jeweils 57 Prozent beider Käufergruppen sind Ersparnisse das bevorzugte finanzielle Mittel. Teil- oder Vollfinanzierung planen 35 Prozent der Gebrauchtwagenkaufplaner und 29 Prozent der Neuwagenkaufplaner.
Bei Gebrauchtwagenkaufplanern sind hohe Reparaturkosten mit 36 Prozent der wichtigste Anschaffungsgrund. Danach folgen eine neue Familien- oder Berufssituation mit 25 Prozent und ein bereits im Vorjahr geplanter Kauf mit 24 Prozent. Bei Neuwagenkaufplanern liegen drei Gründe eng beieinander: „Kauf war schon im Vorjahr vorgesehen“ mit 25 Prozent, „hohe Reparaturkosten“ mit 24 Prozent und „guter Verkaufspreis für jetzigen Pkw“ mit 24 Prozent.
Motorwahl spaltet Neu- und Gebrauchtwagenkäufer
Bei der Motorwahl unterscheiden sich die Gruppen deutlich: 36 Prozent der Neuwagenkaufplaner planen den Kauf eines Elektroautos, 21 Prozent einen Benziner. Bei Gebrauchtwagenkaufplanern kommt ein Vollstromer für 8 Prozent in Frage, in dieser Gruppe planen 48 Prozent einen Benziner. Plug-in-Hybride sind in beiden Gruppen die zweitwahrscheinlichste Motorart, mit 24 Prozent bei Neuwagen- und 19 Prozent bei Gebrauchtwagenkaufplanern. Diesel wählen 7 Prozent der Neuwagenkaufplaner und 14 Prozent der Gebrauchtwagenkaufplaner.
Kosten spielen eine zentrale Rolle: Fast 80 Prozent stimmen zu, dass ihnen ein kostengünstiger Unterhalt wichtiger ist als früher, konkret 77 Prozent der Neuwagen- und 76 Prozent der Gebrauchtwagenkaufplaner. Mehr als die Hälfte sieht fehlende bezahlbare E-Autos auf dem Neuwagenmarkt: 58 Prozent bei Neuwagen- und 61 Prozent bei Gebrauchtwagenkaufplanern.
Ein schlechtes Gewissen bei der Neuanschaffung eines Verbrenners geben 39 Prozent der Neuwagenkaufplaner und 27 Prozent der Gebrauchtwagenkaufplaner an.
„Bei der Betrachtung der Händlerverkaufswerte von dreijährigen Gebrauchtwagen wird im Jahr 2026 generell eine sinkende Tendenz deutlich“, berichten die Analysten abschließend. Stets bezogen auf den ehemaligen Listenneupreis zeige die Auswertung der DAT-Datenbank, dass die Werte für Benziner und Diesel zwischenzeitlich sehr eng beieinander liegen (April 2026: Benzin 60,0 %, Diesel 59,3 %). Mit deutlichem Abstand darunter halten sich die Restwerte der dreijährigen Elektroautos mit 50,2 Prozent ihres ehemaligen Listenneupreises.
Zum Artikel DAT-Barometer: 36 Prozent der Kaufwilligen liebäugeln mit Elektro-Neuwagen auf
Automobile Magazine – Germany
2026-05-28 17:23:00






















