Das Bundesministerium fr Verkehr (BMV) untersttzt mit einem im Mrz vorgestellten neuen Frderprogramm den Aufbau von Elektroauto-Ladeinfrastruktur in und an Mehrparteienhusern. Der Verband der Automobilindustrie (VDA) begrt die Manahme ausdrcklich, fr den Erfolg der E-Mobilitt mssten bestehende Hrden bei der Ladeinfrastruktur konsequent abgebaut werden.
Der bedarfsgerechte Ausbau der Ladeinfrastruktur ist entscheidend fr den Erfolg des Hochlaufs der E-Mobilitt. Die Menschen brauchen die Gewissheit, berall und jederzeit unkompliziert laden zu knnen. Neben der ffentlichen Ladeinfrastruktur sind private Lademglichkeiten eine zentrale Sule fr den Hochlauf der E-Mobilitt, so VDA-Prsidentin Hildegard Mller. Der Verband begre daher das Frderprogramm Ladeinfrastruktur in und an Mehrparteienhusern. Es schaffe die Voraussetzungen fr einen breiten und wirtschaftlichen Ausbau von Lademglichkeiten an Wohnorten, an denen die Lademglichkeiten aktuell zumeist noch unzureichend seien.
Etwa drei Viertel der E-Auto-Besitzer wohnen derzeit laut dem VDA in eigenen Husern, whrend nur rund ein Viertel zur Miete oder in einer selbst genutzten, eigenen Wohnung lebt. Diese Zahl verdeutliche den Handlungsbedarf, die Lademglichkeiten auch in Mehrparteienhusern zu verbessern. Nur wenn auch dort verlsslich geladen werden kann, kann sich die Elektromobilitt in der breiten Gesellschaft erfolgreich etablieren, so der VDA.
Doch die Ladesituation in Mehrparteienhusern sei aktuell kritisch: Rund 40 Prozent aller Haushalte in Deutschland htten keinen eigenen Stellplatz und seien auf ffentliches Laden oder Ladeangebote am Zielort beziehungsweise beim Arbeitgeber angewiesen. Weitere 30 Prozent der Haushalte lebten zwar in Mehrparteienhusern mit einem eigenen Stellplatz, seien aber durch strukturelle Hemmnisse eingeschrnkt. Hier sei der Ausbau der Lademglichkeiten oft aufgrund von unzureichender Netzkapazitt, hohen Installationskosten und notwendiger Zustimmung der Eigentmergemeinschaft gehemmt oder verzgert.
VDA: „Hrden konsequent abbauen“
Entscheidend sei nun, bestehende Hrden bei den genannten Herausforderungen konsequent abzubauen. Das Frderprogramm setze genau an dieser Lcke an. Es untersttze insbesondere die Vorverkabelung und die Ertchtigung von Hausanschlssen und schaffe damit die Voraussetzungen fr den breiten und wirtschaftlichen Ausbau.
Positiv hervorzuheben ist, dass im Frderprogramm nun der Investitionszuschuss fr das bidirektionale Laden ausgestaltet ist, der bereits im Masterplan Ladeinfrastruktur 2030 angelegt war, erklrt der VDA. Er soll die Mehrkosten bidirektionaler Ladevorrichtungen abdecken ein sinnvoller Baustein, um die zentrale Zukunftstechnologie des bidirektionalen Ladens noch attraktiver zu machen.
Gleichzeitig gelte jedoch, dass mit dem vorgesehenen Volumen des Frderprogramms nur ein Bruchteil der bestehenden Stellpltze elektrifiziert werden kann. Auch deshalb brauche es fr den Ausbau in Mehrparteienhusern weitere verlssliche regulatorische Impulse: Eine zgige und ambitionierte Umsetzung der europischen Gebuderichtlinie (EPBD) ist hierfr ein zentraler Hebel.
Darber hinaus gelte: Auch beim ffentlichen Laden wrden weiterhin erhebliche Defizite bestehen. In etwa einem Drittel der Gemeinden (31 %) gebe es bislang keinen ffentlichen Ladepunkt und fast zwei Drittel (63 %) verfgten ber keinen ffentlichen Schnellladepunkt. Deshalb ist es wichtig, den Ausbau der Ladeinfrastruktur mit bezahlbaren Ladestrompreisen zgig und entschlossen voranzutreiben, so der VDA. Gleiches gilt fr die Erweiterung und Modernisierung der dazugehrigen Stromnetze. Besonders Politik und Energiewirtschaft stehen hier vor entscheidenden Aufgaben.
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