Kia hat seine Zielvorgaben fr den Absatz von Elektrofahrzeugen erneut nach unten korrigiert. Bis 2030 strebt der Hersteller nun einen jhrlichen Absatz von einer Million Elektroautos an. Diese Zahl wurde auf dem CEO Investor Day 2026 in Seoul vorgestellt und liegt um 260.000 Einheiten unter dem Vorjahresziel, das seinerseits bereits um 340.000 Einheiten reduziert worden war.
Trotz der gesenkten Zielmarke hlt Kia an der Elektrifizierung als zentralem Bestandteil seiner mittel- bis langfristigen Strategie fest. Das Unternehmen plant weiterhin, bis 2030 einen Anteil von 3,8 Prozent am globalen Markt fr Elektrofahrzeuge zu erreichen. Parallel dazu soll die Modellpalette im Elektrobereich bis zum Ende des Jahrzehnts auf 14 Fahrzeuge erweitert werden, darunter zwei Pkw, neun SUVs und drei spezialisierte Nutzfahrzeug-Modelle auf Basis der Platform Beyond Vehicle (PBV).
Neben Elektrofahrzeugen spielen Hybridmodelle eine zentrale Rolle in der Strategie fr 2030. Kia beabsichtigt, die Palette um 13 teilelektrische Fahrzeuge zu erweitern und jhrlich 1,1 Millionen Einheiten abzusetzen. Fahrzeuge mit klassischem Verbrennerantrieb sollen ebenfalls weiterhin relevant bleiben, mit prognostizierten jhrlichen Verkaufszahlen von 1,98 Millionen Einheiten.
Umfassende Investitionen
Zur Umsetzung der Strategie plant Kia umfassende Investitionen. Zwischen 2026 und 2030 sollen insgesamt 49 Billionen KRW (ca. 29 Mrd. Euro) investiert werden, davon 21 Billionen KRW (12,2 Mrd. Euro) in Zukunftstechnologien wie Elektrifizierung, autonomes Fahren und Robotik. Parallel dazu entwickelt das Unternehmen eine E-Fahrzeug-Plattform der nchsten Generation mit dem Ziel, Leistung und Kosteneffizienz zu verbessern. Vorgesehen sind unter anderem eine um bis zu 40 Prozent hhere Batteriekapazitt, eine Steigerung der Motorleistung um 9 Prozent sowie der Einsatz von Batterien der fnften Generation mit bis zu 15 Prozent mehr Energiedichte.
Die Produktion wird regional ausgerichtet. Korea fungiert als globales Zentrum fr Elektrofahrzeuge, whrend in Europa und den USA lokale Fertigungsstrukturen aufgebaut werden sollen. Elektro-Modelle wie der EV2 und der EV4 sind fr die Produktion in Europa vorgesehen, whrend der EV6 und der EV9 in den USA gefertigt werden sollen. Fr Schwellenmrkte wie Indien plant Kia zustzliche, lokal angepasste Elektrofahrzeuge.
Flankierend baut Kia seine Ladeinfrastruktur durch Partnerschaften aus. Dazu zhlen Kooperationen mit Electrify America und Ionna in Nordamerika sowie Ionity in Europa. Nach Unternehmensangaben wurde der Zugang zu rund 240.000 Ladepunkten in Nordamerika, einer Million in Europa und 480.000 in Korea gesichert.
Darber hinaus treibt Kia die Entwicklung softwaredefinierter Fahrzeuge voran. Das erste entsprechende Modell soll bis Ende 2027 eingefhrt werden, gefolgt von autonomen Fahrfunktionen der Stufe 2
Aufbauend auf den Innovationserfolgen der letzten fnf Jahre in allen Bereichen darunter Markenentwicklung, Elektrofahrzeuge, Nutzfahrzeuge und ESG werden Elektrofahrzeuge, Hybridfahrzeuge, autonomes Fahren und Robotik als zentrale Triebkrfte fr das bislang schnellste Wachstum von Kia dienen, so Prsident und CEO Ho Sung Song. Selbst in einem sich wandelnden globalen Umfeld wird Kia durch differenzierte Strategien proaktiv auf sich ndernde Marktbedingungen reagieren.
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