Die Northvolt-Drei-Projektgesellschaft hat eine erste Teilgenehmigung fr den Bau einer Batteriezellfabrik in Heide in Schleswig-Holstein erhalten, berichtet das Portal Electrive. Gleichzeitig hat das Unternehmen 153 Millionen Euro aus einer Wandelanleihe zurckgezahlt, die an Bund und Land gehen. Die Projektgesellschaft knnte knftig vom US-Batteriehersteller Lyten bernommen werden, der sich derzeit in entsprechenden Verhandlungen befindet.
Das Vorhaben in Heide gilt seit Jahren als zentral fr den Aufbau einer europischen Liefer- und Wertschpfungskette fr E-Auto-Batterien. Nach der Insolvenz des schwedischen Mutterunternehmens Northvolt geriet das Projekt jedoch ins Stocken. Ursprnglich war eine Fabrik mit rund 3000 Arbeitspltzen geplant, doch in den aktuellen berlegungen soll der Standort deutlich kleiner ausfallen und etwa 1000 Arbeitspltze umfassen.
Der erst angelaufene Bau des deutschen Standorts war infolge der Insolvenz von Northvolt weitgehend zum Erliegen gekommen. Neue Impulse erhielt das Projekt durch einen Besuch von Lytens CEO Dan Cook im Mrz, bei dem Gesprche mit regionalen politischen Vertretern und der Landesregierung stattfanden. Dabei wurden auch Plne zur Fortfhrung des Projekts vorgestellt.
Nun hat das Landesamt fr Umwelt Schleswig-Holstein der Northvolt-Drei-Projektgesellschaft die erste Teilgenehmigung nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz fr den Bau der Fabrik in Norderwhrden und Lohe-Rickelshof bei Heide erteilt. Diese Genehmigung betrifft laut Electrive die beantragten Produktionsgebude.
Teilgenehmigung schafft Planungssicherheit
Nach Angaben des Unternehmens schafft die Teilgenehmigung Planungssicherheit und besttigt zugleich die grundstzliche Genehmigungsfhigkeit des Gesamtprojekts. nderungen im weiteren Verlauf knnten bercksichtigt werden, da die Teilgenehmigung entsprechend angepasst werden knne.
Parallel dazu wurden 153 Millionen Euro aus der ursprnglichen Wandelanleihe zurckgezahlt. Diese Mittel waren bislang nicht fr das Projekt verwendet worden und flieen nun jeweils zur Hlfte an das Land Schleswig-Holstein und den Bund zurck, die die Anleihe abgesichert hatten.
Eine weitere Rckzahlung ist angekndigt: Im Sommer soll eine zweite Tranche in Hhe von 69 Millionen Euro folgen. Ein Sprecher des Bundeswirtschaftsministeriums erklrte, die Sicherung und Rckfhrung nicht verwendeter Steuergelder habe von Anfang an hchste Prioritt gehabt, wodurch ein Teil der eingesetzten Steuergelder gesichert werde.
Von den ursprnglich bereitgestellten 600 Millionen Euro wurden laut Electrive 330 Millionen Euro bereits fr Baukosten sowie den Erwerb von Grundstcken und Gerten eingesetzt. Knapp 50 Millionen Euro liegen auf einem Sperrkonto, um eine Insolvenz der deutschen Tochtergesellschaft zu verhindern.
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