Volkswagen verzeichnet für den neuen ID. Polo nach Angaben des Unternehmens inzwischen mehr als 30.000 Bestellungen in Europa. Ein von der Automobilwoche zitierter Leiter einer großen VW-Händlergruppe spricht für individuell konfigurierte Fahrzeuge von mindestens zehn Monaten Wartezeit. Auch die anderen neuen E-Kleinwagen des Konzerns kommen wohl gut an.
VW bestätigte dem Fachmedium längere Lieferzeiten und begründete diese mit einer nach eigenen Angaben sehr positiven Nachfrage sowie den langfristig geplanten Produktionskapazitäten im spanischen Martorell bei der Tochter Seat/Cupra. Je nach Konfiguration könnten die Liefertermine abweichen, vorkonfigurierte Händlerfahrzeuge könnten früher verfügbar sein.
Der ID. Polo ist seit Ende April 2026 bestellbar, die Serienproduktion gemeinsam mit dem Cupra Raval in Martorell läuft seit Anfang Juni. In Deutschland ist inzwischen auch die Basisversion für 24.995 Euro erhältlich. Technisch basiert der Kleinwagen auf dem weiterentwickelten E-Auto-Baukasten MEB+ mit Frontantrieb. VW bietet den ID. Polo mit 85 kW (116 PS), 99 kW (135 PS) und 155 kW (211 PS) an. Die beiden schwächeren Varianten nutzen eine Batterie mit 37 kWh Netto-Energieinhalt, die 155-kW-Version ein 52-kWh-Akkupack. Nach Herstellerangaben sind je nach Version WLTP-Reichweiten von bis zu 454 Kilometern möglich.
Auch der Škoda Epiq ist von langen Lieferzeiten betroffen. Nach Angaben der tschechischen Volkswagentochter liegen mehr als 35.000 Bestellungen vor. Ein weiterer von der Automobilwoche zitierter Händlervertreter bezeichnet sowohl Epiq als auch Cupra Raval als auf Monate ausverkauft. Für aktuell konfigurierte Fahrzeuge werden dem Bericht zufolge teilweise Auslieferungen erst im Mai oder Juni 2027 genannt. Die konkrete Lieferzeit hängt auch hier von Modellversion und Ausstattung ab.
Die Serienproduktion des Epiq begann am 8. Juni im spanischen Volkswagen-Werk Navarra bei Pamplona. Das elektrische Stadt-SUV nutzt ebenfalls MEB+ und Frontantrieb. Škoda nennt für die derzeit angebotenen Varianten Leistungen bis 155 kW (211 PS) und maximal rund 440 Kilometer Reichweite. In Deutschland startete der Epiq zunächst ab 32.100 Euro. Für die noch günstigere Variante Epiq 35 nennt Škoda einen vorgesehenen Einstiegspreis von 25.900 Euro.
Der dritte Kleinwagen auf dem MEB+ Cupra Raval wird wie der ID. Polo in Martorell gefertigt. Cupra bietet den rund vier Meter langen, betont sportlich ausgelegten Elektro-Kleinwagen in Deutschland künftig ab 25.950 Euro an. Für Varianten mit 52-kWh-Batterie nennt der Hersteller bis zu 445 Kilometer Reichweite und maximal 166 kW (226 PS) Leistung. Eigenständige, öffentlich bestätigte Bestellzahlen für den Raval liegen nicht vor.
Die drei Modelle gehören zur gemeinsam entwickelten „Electric Urban Car Family“ des Volkswagen-Konzerns und werden alle in Spanien produziert. Die Lieferengpässe treffen damit eine Fahrzeugklasse, in der mehrere Konzernmarken erstmals gleichzeitig batterieelektrische Modelle um oder unter 30.000 Euro anbieten.
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