Der Skoda Superb steht offenbar vor dem möglichen Aus. Laut Unternehmenschef Klaus Zellmer ist aufgrund sinkender Nachfrage nach Limousinen und Kombis sowie im Zuge eines umfassenden Plans zur Modellreduzierung des Mutterkonzerns Volkswagen ein Ausstieg der Mittelklasse-Reihe im Gespräch.
Die Volkswagen Group plant, die Anzahl ihrer angebotenen Modelle bis zum Jahr 2035 um etwa 50 Prozent zu reduzieren. Ziel dieses Kostensenkungsprogramms ist es, durch höhere Skaleneffekte und größere Volumina der verbleibenden Einzelmodelle wirtschaftlicher zu agieren.
Skoda verfügt derzeit über das größte Modellportfolio der Firmengeschichte, auch durch verschiedene Antriebstechnologien von Verbrennern bis hin zu Elektrofahrzeugen sowie Hybridoptionen. CEO Zellmer erklärte im Gespräch mit Autocar, dass der Fokus auf Elektroautos die Komplexität im Portfolio verringere. „Am Ende wird alles elektrisch sein, daran besteht kein Zweifel“, so der Skoda-Chef.
Das vor einem Jahr vorgestellte Konzept Vision O (Artikelbild) gibt eine Vorschau auf eine kommende elektrische Generation des Octavia, die vor Ende des Jahrzehnts auf der neuen Scalable Systems Platform (SSP) des Volkswagen-Konzerns erscheinen soll. In seinen Abmessungen liegt das Konzept zwischen dem aktuellen Octavia (4,7 m Länge) und dem größeren Superb (4,9 m). Man prüfe derzeit, ob Skoda weiter das komplette Programm benötige oder ob es eine „clevere Möglichkeit“ zur Abdeckung beider Segmente und Zielgruppen gibt, so Zellmer.
Obwohl das Konzept Vision O als Elektroauto präsentiert wurde, zieht Skoda dem Bericht zufolge Range-Extender-Technik als Option in Betracht. Hier ist ein kompakter Verbrennermotor ohne Verbindung zu den Rädern an Bord, der als Stromgenerator für den Batterie-Antrieb dienen kann.
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